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Tourismusverband der Stadt Bakar
Hrvatski English Ente turistico della citta di Bakar - Citta di Bakar Tourismusverband Der Stadt Bakar - German
Geschichte durch die Jahrhunderte

Die Stadt Bakar Geschichte

Wegen der günstigen geographischen Lage, die die Entwicklung von Handel und Seefahrt ermöglicht, der strategischen Lage, weil die Altstadt Bakar auf einem Hügel liegt und der von umgebenden Anhöhen geschützten Bucht, reicht die Geschichte der Stadt Bakar lange zurück in die Vergangenheit.

Urgeschichte – Zeit der Liburner

Die Geschichte der Stadt Bakar kann von der Urgeschichte bis zur Antike verfolgt werden. Es bestehen materielle Befunde über das Leben auf dem Gebiet der Stadt Bakar seit der Bronzezeit (3. und 2. Jahrtausend v. Chr.). In dieser Zeit wurden diese Gebiete von den Stämmen der Illyrer bewohnt. Der letzte Zeitabschnitt der Urgeschichte in Kroatien, die Eisenzeit, speilt sich innerhalb des 1. Jahrtausends v. Chr.  ab. Gerade in dieser Zeit haben die Völker auf dem heutigen Gebiet Kroatiens die sesshafte Lebensweise angenommen, worauf die Ethnogenese folgte und aus dem Stamm der Illyrer viele ethnische Gruppen entstanden.

Das Gebiet der Stadt Bakar wurde vom Illyrischen Volksstamm, den Liburnern bewohnt, die die Regionen vom Fluss Krka in Dalmatien bis zum Fluss Raša in Istrien, sowie die Inseln von Murter bis Krk in der Kvarner Bucht bezogen. Die Liburner waren seeorientiert und spielten auf dem Adriatischen Meer bis ins 5. Jh. v. Chr eine sehr bedeutende Rolle.

Auf diesem Gebiet haben die Liburner Spuren ihrer materiellen Kultur hinterlassen – verschiedene Artefakte, sowie das Erbe des Bauens, das in einer Reihe der Burgruinen zu erkennen ist. Die für dieses Gebiet auch heute noch gebrauchte Benennung, Liburnien, erinnert an die Völker Liburner, die hier sich aufzuhalten pflegten. Auch die älteste bekannte Benennung der Stadt Bakar wurde von den Liburnern hinterlassen; nämlich der Name Vel – Kier (steinerne Bucht).

Das Altertum – die Zeit der Römer

Die Zeit der Römer begann auf dem Gebiet der Stadt Bakar am Ende des 2. Jh. v. Chr., genau im Jahre  129 v. Chr., als der römische Konsul Sempronius Tuditanus Liburnien das Gebiet erobert und die römische Herrschaft auf diesem Gebiet herstellt. In der Mitte des 1. Jh. v. Chr. versuchten die Liburner sich von der römischen Herrschaft zu lösen, jedoch ohne Erfolg. Das Land der Illyrer, und so auch der Liburner gehörte der römischen Provinz Illyrien an. Am Anfang des 1. Jh. n. Chr. stellte die römische Herrschaft auf dem Gebiet Liburnien eine militärverwaltende Provinz auf; die liburnisch lapydische Präfektur. Bald danach wurde das Illyrien in zwei Provinzen eingeteilt: Panonien und Dalmatien. Liburnien gehörte zu Dalmatien. In Bakar kann man auch Spuren der römischen Herrschaft finden; wie z.B. den Friedhof mit Öllampen, Gefäßen, Ringen, Armbändern, usw. Das römische Geld aus der Zeit der römischen Kaiser Nero, Trajan, Hadrian, Antoninus und der Kaiserin Faustina wurde auch gefunden. Der altertümliche Geograph, Astronom und Mathematiker, Claudius Ptolemaeus erwähnt um das Jahr 160 die Stadt Velcera in Liburnien, die zwischen Senj und Trsat liegt. Velcera (Volcera) ist der römische Name für die Stadt Bakar. Eigentlich handelt es sich hier um die lateinische Version des Illyrischen Vel-Kier.

Byzantinische Zeit und die Völkerwanderung

Mit dem Untergang des Weströmischen Reiches (476) wird in unseren Gebieten die Herrschaft vom Oströmischen Reich oder Byzanz übernommen. So gehörte Bakar 533 dem westlichen Teil des Byzantinischen Reiches an. Zu dieser Zeit wird das Byzantinische Reich im Hintergrund von Bulgaren, Awaren und Slawen angegriffen. Schon 630 wird Senj von Awaren übernommen und nach Awaren folgen die Kroaten. In den geschichtlichen Quellen gibt es keine Beweise über das Fortkommen der Awaren, während, im Gegensatz dazu, an Zahl übertreffende Kroatien die Küste Richtung Norden erobern. So ließ der byzantinische Kaiser Herakleios zu, dass die Kroaten das Gebiet von Vinodol nach Bakar bewohnen.

Die Zeit der nationalen Herrscher

Am Anfang des 9. Jh. wurde Liburnien, und somit auch Bakar, unter der Herrschaft des Fürsten Borna (810-821) regiert. Zum ersten Mal wird da der kroatische Name für die römische Velcera, nämlich Bakar, gebraucht. Danach fiel Bakar wieder kurz unter die Herrschaft des Byzantinischen Reiches, um unter der Herrschaft des Fürsten Trpimir (845-864) der kroatischen Diözese Krbava zu gehören. Unter dieser Diözese bleibt Bakar auch während der Herrschaft der kroatischen Fürsten und Könige. Wir wissen, dass am Anfang des 12. Jh, Haupt der Diözese Krbava Pfarrer Dasimir war. Aus dieser Zeit stammt auch eine wichtige Beurkundung des arabischen Reiseschriftstellers, Arztes und Geographen Ibn Irdis, der schrieb, dass “Bakri eine schöne und sehr bevölkerte Stadt ist.”

Die Feudalzeit – Zeit der Magnatenfamilien Frankopan und Zrinski

Im Jahre 1102 wurde das Königreich Ungarn, zu dem auch Kroatien gehörte, gegründet und der ungarisch-kroatische König Andreas II übergab im Jahre 1225 mit einer besonderen Schenkungskunde Vinodol, und somit Bakar, an die Fürsten von Krk, später Frankopan genannt. Unter der  Herrschaft der Magnatenfamilie Frankopan wurde die Stadt Bakar einer der Unterzeichner des Gesetzes von Vinodol aus 1288. Da wird zum ersten Mal in einem Dokument die kroatische Bezeichnung für die Stadt Bakar erwähnt. Unter der Herrschaft der Frankopanen ist die Stadt Bakar eine selbstständige Gemeinde, Communitas, mit eigener Verwaltung, kirchlicher und militärscher Organisation. All dies führt zur Stärkung und Entwicklung der Stadt als Verkehrs-, Handels- und Kulturzentrum. Ende des 15. Jh. und Anfang des 16. Jh. ist das schwierigste Periode für Bakar, weil der türkische Anmarsch den Handel mit dem Hintergrund verhindert. Die Venezianer verhindern zugleich Handel auf dem Meer.

Stjepan Frankopan III herrschte in Bakar als letzter der Fürsten aus Krk. Da er keine Nachkommenschaft hatte, entschied er, wurden die Söhne seiner Schwester Katarina Šubić Nachfolger seiner Besitze. Stjepan Frankopan starb 1577 und die Macht  wurde von seinem Neffen Nikola Zrinski übernommen. Seitdem bis 1671, herrscht in Bakar die andere große kroatische Magnatenfamilie, die Familie Zrinski. Unter der Herrschaft der Zrinski wurde der Handel in Bakar wiederhergestellt aber es kommt jedoch zu einigen Streitigkeiten mit den Venezianern wegen der Frage von „Uskoken“ (Überläufer).  Das Urbarium von Bakar (Vorschriftenverzeichnis) wurde 1605 verfertigt und 1524 herausgegeben. Während der Herrschaft des Fürsten Bernardin Frankopan wurden anhand des Urbariums der Tarif für Handelsschiffe als auch andere rechtsgültige Vorschriften bestimmt. Die Zrinski verwalteten bedacht, besonders Petar Zrinski, der im Jahre 1649 herrschte. Er führte vollkommene Freiheit in dem Handel mit sehr geringen Bedingungen ein, woraus folgte, dass Bakar zum Hafen mit stärkstem Verkehr im ganzen nördlichen Küstenland Kroatiens wurde. Die Nachbarstadt Rijeka und deren österreichische Verwaltung waren hiermit nicht zufrieden und versuchten, auf alle möglichen Weisen den Handel in Bakar zu verhindern. Diese Streitigkeit, bzw. der Handelskrieg dauerte das ganze 18. Jh..

Verschiedene Verwaltungen

Nach der Hinrichtung von Petar Zrinski und Fran Krsto Frankopan im Jahre 1671 in Wiener Neustadt wurden alle Besitze von den Magnatenfamilien Zrinski und Frankopan, samt Bakar,  konfisziert und die österreichischen Truppen plünderten alle Güter. Nach der Plünderung wurde ein Beschluss verabschiedet, wonach das übliche bewegliche und unbeweglich Habe der Zrinski und Frankopan von der königlichen ungarischen Kammer zu konfiszieren war. Damit wurde Bakar zum ungarischen Kammergut. Dank geschäftsunfähiger Verwalter und Angestellten, die von der Stadt stahlen, arbeitete die Kammer sehr schlecht. Ein anderes Problem war auch, dass der Handel vollkommen abgestellt wurde. Letztendlich verkaufte die ungarische Kammer im Jahre 1692 Bakar an die österreichische Kammer. In Bakar wurde damals das Amt für die Stadt und Vinodol gegründet und die wirtschaftliche Lage verbesserte sich deutlich. Der österreichische Kaiser und König Karl III (IV) erklärte Freiheit am Meer. Der Handel nahm wieder langsam zu und wurde sogar erweitert, wozu auch das Aufhören der türkischen Angriffe und Inzidenten beitrug. Karls Verdienst war auch der Bau der Straße, die nach ihm Karolina genannt wurde, womit die nördliche Küste mit dem Hinterland verbunden war, was den wirtschaftlichen Fortschritt begünstigte. Zu dieser Zeit (1671-1778) ist Bakar der Sitz der administrativen, exekutiven und gerichtlichen Verwaltung, d.h. der Verwaltung für das nördliche Küstenland nach dem Model anderer großen Städte.

Das Munizipium von Bakar

Die Kaiserin und Königin Maria Theresia übernahm die Macht 1740 und förderte die Entwicklungs- und Unternehmenspolitik. Somit erhielt die Stadt Bakar mit der Urkunde vom 13. Mai 1778 den Status des freien Handelshafens und von den Stadtgemeinden Bakar, Hreljin und Trsat wurde das Munizipium von Bakar gegründet. Mit einer anderen Urkunde vom 23. April 1779 erhielt die Stadt Bakar von der Kaiserin Maria Theresia den Status der freien königlichen Stadt mit eigenem Wappen und Autonomie. Als munizipale Stadt war Bakar selbstständig, hatte Sonderrechte und Abgeordneten im kroatischen Parlament (Sabor). Zu dieser Zeit erlebt Bakar einen neuen Aufschwung; der Hafen wird entwickelt und der Schiffbau und Schifffahrt werden gefördert und erweitert. Die Grundschule wurde auch gegründet und am Ende des 18. Jh. ist Bakar die größte Stadt in Kroatien. Es besteht kein Zweifel daran, dass das Munizipium von Bakar erfolgreich auf die Erweiterung des Verkehrs und Handels auf unseren Gebieten wirkte. Von 1809 bis 1813 gelang Bakar unter die französische, napoleonische Verwaltung und die Wirtschaft litt an allgemeine Unsicherheit. Nachdem die Franzosen die Stadt verließen, musste Bakar noch lange kämpfen, um das Munizipium und die Verwaltung zurückzugewinnen, was erst 1834 geschah. Kurz daraufhin kam es zu Streitigkeiten zwischen Bakar und umgebenden Dörfern, was zur Zerstörung dieser verwaltenden Einheit führte. Letztendlich, im September 1874 wurde das Bakar Munizipium zerstört und die Teile wurden zu einzelnen Gemeinden. 

Bakar als Stadtgemeinde

Die Bahn, die 1873 nur bis Rijeka gebaut wurde, war eine schwerer Nachteil für die weitere Entwicklung von Bakar. Die Unmöglichkeit, neue Weisen des modernen Schiffwesens (Bau der Dampfschiffe) anzunehmen, trug auch nicht zur weiteren Entwicklung der Stadt bei. Kulturell und gesellschaftlich blieb Bakar jedoch weiterhin sehr stark und der Kampf um die Erhaltung der Schule für Nautik in Bakar wurde geführt. Die Drucktätigkeit wurde gefördert und verschiedene Bücher herausgegeben. Bakar blieb auch weiterhin ein starkes politisches, geistiges und nationales Zentrum, was aus der Reihe hervorragender Abgeordneten, die gerade in Bakar gewählt wurden, zu sehen ist.