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Tourismusverband der Stadt Bakar
Hrvatski English Ente turistico della citta di Bakar - Citta di Bakar Tourismusverband Der Stadt Bakar - German
Der Wanderweg

Der Wanderweg „Put Gradine“ (Weg zur Burgruine) ist etwa 1.600 m lang, leicht bis mittelschwer, und man benötigt 20 Minuten langsamen Wanderns um ans Ziel zu gelangen. Der Start des Wanderwegs liegt auf einer Höhe von etwa 300 m über dem Meer, das Ende des Wanderwegs innerhalb der Überreste der Burgruine von Hreljin auf ca. 310 m, während sich der tiefste Punkt des Wanderwegs auf einer Höhe von ca. 272 m befindet.
Der Wanderweg führt zur Burgruine von Hreljin, die heute die ruinenhaften Überreste der mittelalterlichen Stadt Hreljin darstellt und die sich stolz auf dem steilen Felsen oberhalb von Bakarac erhebt. Im Mittelalter war die Altstadt Hreljin ein ausgeprägtes Wohn-, Geschäfts-, Abwehr- und Administrationszentrum. Bis heute blieben an ersichtlichen Überresten, neben den Überresten des städtischen Bollwerks und den verschiedenen anderen Objekten, auch zwei kirchliche Objekte erhalten: der Glockenturm der Kirche des Hl. Juraj mit Trümmern der Kirche und die Kirche der Seligen Jungfrau Maria (Maria zum Schnee).
Auf dem Weg zur Burgruine können Sie die wunderschöne Natur und den Blick auf die Bucht von Bakar genießen. Nach 15 Minuten Wanderung werden Sie auf drei alte Wasserspeicher stoßen, die sogenannten „Kalci“ oder „Lokve“. Einer davon, mit einem Durchmesser von 10 m, diente zur Tränkung des Viehs, während die anderen zwei tieferen und kleineres Durchmessers ausschließlich für die Bedürfnisse der Menschen dienten.
Direkt am Ziel werden Sie die ruinenhaften Überreste der Altstadt Hreljin sehen, wovon sich ein unvergesslicher Blick auf den gesamten Kvarner bietet.

WASSERSPEICHER
Auf den nordöstlichen Abhängen der Stadt Bakar, auf dem Gebiet, das Einwohner von Hreljin „Zagrad” nennen, wurden drei große Wasserspeicher, laut Volksbezeichnung „Kalci“ oder „Lokve“ erbaut. Es wird angenommen, dass diese nach Beendung der Bedrohung von den Türken zur Zeit von Petar Zrinski erbaut wurden.
Einer davon, mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern, diente zur Tränkung des Viehs, während die anderen zwei, mit kleinerem Durchmesser aber tiefer, ausschließlich für die Bedürfnisse der Menschen dienten. Alle drei Speicher, tief in der Erde erbaut, mit steinernen Blöcken ausgelegt und mit Lehm ausgeschlagen, hatten einen angemessenen Zugang und das Wasser konnte mit Leichtigkeit entnommen werden. Sie wurden durch den Wasserzufluss gefüllt, welcher zur Zeit üppiger Regen in diese zusammenströmte. Sie bestehen auch heute noch in ihrer ursprünglichen Form, sind gut erhalten und reich an Trinkwassermengen. Die Einwohner von Hreljin nutzten diese für ihre Bedürfnisse und zur Tränkung des Viehs so lange bis man damit begann, Anfang des XIX. Jahrhunderts in Hreljin besondere Wassergruben, „Šterne“, zu erbauen. Nicht selten konnte man zwischen zwei Kriegen von den älteren Frauen in Hreljin hören, wie sie als junge Frauen Wasser auf dem eigenen Rücken in besonders angefertigten fünfzig Liter Holzgefäßen, den sogenannten „Lodrice”, getragen haben.
Die „Lokvine” und „Šterne” waren grundlegende Strukturobjekte der Stadt, erbaut für deren Bedürfnisse, beziehungsweise, damit sich das Stadtleben als Administrations- und Abwehrzentrum anhand der Anforderungen der Zeit und der damaligen feudalistischen Gesellschaftsstruktur abwickeln konnten. Auf dieselbe Weise wurden auch die anderen Frankopan-Zrinski Städte des Vinodols erbaut.

BURGRUINE VON HRELJIN
Die Altstadt von Hreljin (Gradina) stellt die ruinenhaften Überreste der mittelalterlichen Stadt Hreljin dar und wurde im westlichsten Teil von Vinodol, oberhalb von Bakarac, dem einstigen Hafen Hreljins, auf einer Anhöhe von pyramidenartiger Form und steilen Abhängen, 321 m über dem Meer erbaut. Im Mittelalter war die Altstadt Hreljin ein ausgeprägtes Wohn-, Geschäfts-, Abwehr- und Administrationszentrum am Übergang vom Berggebiet Richtung Meer und aus diesem Grund kann man sagen, dass Hreljin eine große mittelalterliche Feudalstadt war.
Die erste Erwähnung der mittelalterlichen Stadt Hreljin reicht ins Jahr 1225 zurück, als der kroatisch-ungarische König Andrija II. das Fürstentum von Vinodol, in dessen Gefüge sich auch Hreljin befand, den Fürsten von Krk, den späteren Frankopanen, schenkte. Ebenfalls ein der frühesten Gedenken an Hreljin ist jenes aus dem Jahr 1288, bei der Ausarbeitung des Gesetzes von Vinodol, dessen Unterzeichner auch die Stadt Hreljin ist.
Hreljin war von 1225 bis 1550 unter der Verwaltung der Feudalfamilie Frankopan und von 1550 bis 1671 unter der Verwaltung der Zrinski. Nach der Hinrichtung dieser zweier kroatischen Magnatfamilien gelangt es im Jahr 1671 unter die Verwaltung der österreichischen Staatskammer. Eben im zuletzt erwähnten Zeitraum kommt es zum schrittweisen Zerfall bzw. Zum Verlassen der alten mittelalterlichen Stadt Hreljin. Zum Verlassen der Altstadt Hreljin kommt es infolge der Veränderungen im Wirtschaftsleben und besonders nach dem Jahr 1728 durch den Bau der Karoliner Straße von Karlovac bis Bakar und Rijeka. Die letzten Einwohner Hreljins waren drei Priester, die im Jahr 1790 das Gebiet des alten Hreljin endgültig und für immer verließen und fortgingen, um im neuen bzw. heutigen Hreljin zu leben. Seitdem ist das alte Hreljin verlassen und sich selbst überlassen, so dass dort der Geist der Vergangenheit herrscht.
Außer den Überresten des städtischen Bollwerks und den verschiedenen anderen Objekten blieben bis heute auch zwei kirchliche Objekte erhalten. Das sind der Turm bzw. Glockenturm der Kirche des Hl. Juraj mit Trümmern der betreffenden Kirche und die kleine Kapelle der Seligen Jungfrau Maria (Maria zum Schnee). Es ist nicht genau bekannt, wann der Bau des Turms und der Kirche des Hl. Juraj begonnen wurde, aber aufgrund der Bedeutung des damaligen Hreljin ist es anzunehmen, dass dies bereits während des 13. Jahrhunderts erfolgte.

KIRCHE DER SELIGEN JUNGFRAU MARIA
Die Kirche (Kapelle) der Seligen Jungfrau Maria ist das erhaltenste Objekt der Altstadt Hreljin. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird angenommen, dass diese Kirche im Jahr 1699 am Platz der vorherigen Frankopanerkirche erbaut wurde, da die Kapelle im Jahr 1701 eingeweiht wurde. Darauf deutet eine Inschrift in lateinischer Sprache im Taufregister dieser Zeit hin. Aus dem angeführten Register entnimmt man, dass die Kapelle vom Bischof des Bistums Senj-Modruš Martin Brajković, zur Zeit der Pfarrleitung von Pavel Tebaldi Tremanini, geweiht wurde.
Laut Eintragung in das kirchliche Denkmalbuch von Hreljin wurde diese im Jahr 1825 grundlegend erneuert und damals als „Kapelle der Verkündigung der Seligen Jungfrau Maria“ benannt. Ganz bis zum Ende des 19. Jh. hatte sie ein schiefes mit Dachziegeln bedecktes Dach und Anfang des 20. Jh. wurde sie durch ein flaches Betondach bedeckt. Die Stadt Bakar hat die Kapelle im Jahr 2008 unter der Aufsicht des Restaurierungsabteils in Rijeka komplett erneuert und dadurch erhielt die Kapelle erneut ihre ursprüngliche Form.
Diese Kapelle hatte für die Einwohner des neuen Hreljin eine große Bedeutung, die historische als einziges erhaltenes Objekt des alten Hreljin, aber auch die religiöse Bedeutung. Und bis heute blieb der Brauch erhalten, dass jeden 5. August am Feiertag der „Gospa Snježna” (Maria zum Schnee) hier eine Messfeier stattfindet.