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Tourismusverband der Stadt Bakar
Hrvatski English Ente turistico della citta di Bakar - Citta di Bakar Tourismusverband Der Stadt Bakar - German
Tierwelt

DER HEIM VON GROßEN RAUBTIEREN

Fachmitarbeiter: Kroatische Agentur für die Umwelt und Natur

medeki

Können Sie raten, welche drei große Raubtiere die Doline (Kroat. ponikve) besuchen?
Kroatien ist ein der seltenen Lӓnder, wo noch immer drei große Biester leben, und die Dolinen (Kroat. Ponikve) können sich rühmen, dass alle drei hier ihren Lebensraum fanden. Die Anwesenheit des Wolfes, Luches und Bӓren ist ein Zeichen eines großen Naturreichtums und der Bewahrung dieses Lebensraums. Dieser Lebensraum ist wichtig beim Bewahren dieser Arten.
Große Biester sind Raubtiere und befinden sich an der Spitze der Ernӓhrungspyramide. Vor allem greifen die Tiere an, die es leichter zu jagen ist. Sie sind vor allem schwӓcher und ungesünder und so beeinflussen sie die natürliche Selektion. Sie werden auch Dacharten, weil sie der Bewahrung anderer Arten und des Lebensraums beitragen, in dem sie wohnen.
Der Wolf und der Luchs sind streng geschützte Arten, deren Jagd verboten ist, wӓhrend der braune Bӓr eine geschützte Art ist, die nicht gejagt werden darf. Wenn man der vielfӓltigen Tierwelt die Giftschlangen wie Kreuzotter und Hornotter hinzuzӓhlt und die Tatsache in Betracht nimmt, dass in Ponikve auch Schakal bemerkt wurde, muss man wӓhrend des Aufenthaltes in Ponikve vorsichtig sein!

LERNEN SIE DEN WOLF KENNEN

PERSONALAUSWEIS: der graue Wolf (Canis lupus)
REIHE: Biester (Carnivora)
FAMILIE: Hunde (Canidae)
LӒNGE der erwachsenen Exemplare: 125 – 180 cm
GRÖßE: 60 bis 70 cm
KÖRPERGEWICHT: 30 – 40 kg

AUSSEHEN
Der Pelz ist ihm grauer Farbe. Der Rücken und der Schwanz sind dunkelgrau, wӓhrend die Farbe gegenüber dem Bauch und den Beinen ins Hellgrau übergeht. An der Vorderseite der Beine hat er fast immer den engen dunklen Streifen. Mit dem Körperausbau ist der Wolf dem Laufen angepasst. Er hat vier Zehen an den Hinter- und fünf an den Vorderbeinen. Es ist wichtig zu betonen, dass er an den ersten Zeh des Vorderbeins (Daumen, innere Seite des Beins) nicht tritt. Er geht auf den Zehspitzen. Das Körpergewicht der erwachsenen Exemplare in Kroatien bewegt sich von 30 bis 40 kg. Die Lӓnge des Körpers, von der Spitze der Schnauze bis zum Ende des Schwanzes variert von 125 bis 180 cm, und die Größe bewegt sich von 60 bis 70 cm.

LEBENSRAUM
Er hat nicht zu große Forderungen verbunden mit dem Lebensraum, er sucht nur genug Beute und Zuflucht. Deswegen lebt er in der Welt in verschiedenen Lebensrӓumen, von Waldgebieten bis zur Wüste. Wegen der Anpassungs- und Überlebensfӓhigkeit, sogar in den für die Menschen üblen Bedingungen, ist der Wolf ein echtes Symbol der Wildnis.

LEBENSWEISE
Der Wolf lebt in Rudeln, in denen jeder Mitglied weiß, wo sein Platz innerhalb dieser Gemeinde ist. Die wichtigste Rolle hat das Elternpaar, der in der Regel der einzige in dem Rudel ist, der sich paart und die anderen Mitglieder sind ihre Nachfahren verschiedener Alter. Sie bauen die Verhӓltnisse der Über- und Unterordnung. Der durchschnittliche Rudel in Kroatien besteht aus vier bis sechs Wölfen. Er ist ausgesprochen ein territoriales Tier und kӓmpft stark für das Territorium seines Rudels. Wenn auf sein Revier ein Wolf aus einem anderen Rudel irregeht, können die Wölfe „Hausherren“ ihn töten oder ihn unter bestimmten Umstӓnden als den neuen Mitglied annehmen.

ERNӒHRUNG
Die Hauptquellen seiner Nahrung ist das Wild – Reh, Hirsch, Wildschwein und kleinere Saugtiere (Hase, Nager). In den Gebieten mit der entwickelten Viehzucht, ist es sehr oft auf dem Menü vom Wolf auch manches Schaf, Ziege oder ein anderes Haustier.

VERMEHRUNG
Der Wolf hat Nachkommen einmal pro Jahr. Sie paaren sich wӓhrend des Winters und 63 Tage nach dem erfolgreichen Paaren gebӓrt das Weibchen in der Wolfhöhle vier bis sieben blinde und taube Wölfchen, von denen nicht alle überleben.

KOMMUNIKATION
Der Wolf ist ein Gesellschaftstier. Sie kommunizieren dadurch, dass sie heulen, knurren, winseln, bellen und mit den Blicken und Bewegungen. Sie bezeichnen ihr Revier mit dem Duft und Spuren.

LERNEN SIE DEN LUCHS KENNEN

PERSONALAUSWEIS:
Euroasischer Luchs (Lynx lynx)
REIHE: Biester (Carnivora)
FAMILIE: Katzen (Felidae)
LӒNGE der erwachsenen Exemplaren: 80 – 130 cm
GRÖßE: bis 60 cm
KÖRPERGEWICHT: 16 – 30 kg

AUSSEHEN
Der Luchs hat den Körper, der mit dem dichten rotgrauen Fell bedeckt ist, auf dem das einzigartige Muster mit dunklen Tupfen zu sehen ist. Man kann ihn an den schwarzen Strӓhnen an den Ohrenspitzen und an der schwarzen Spitze seines kurzen Schwanzes erkennen. Wie jede andere Katze hat er Krahlen, die er einziehen kann, so sind sie nicht in den Fußstapfen sichtbar. Er geht auf den Zehspitzen, deren Anzahl gleich wie beim Wolf ist. Die Körperlӓnge variert zwischen 80 und 130 cm und die Lӓnge in den Schultern betrӓgt bis 60 cm. Das Körpergewicht des Luchses in Kroatien ist von 16 bis 30 kg.

LEBENSRAUM
Damit ein Luchs einen Lebensraum bewohnt, ist es für ihn am wichtigsten, genug Beute zu haben, besonders Rehe und Hirsche. Er wӓhlt ruhige Gebiete aus, die ihm als Zufluchtsort für das tӓgliche Ausruhen dienen und besonders zur Aufzucht der Jungtiere.

LEBENSWEISE
Vor allem lebt er allein und er ist ein territoriales Tier. Die Größe seines Reviers hӓngt von den Bedingungen im Lebensraum ab. Die Reviere von Mӓnnchen sind im Durchschnitt größer als die Reviere von Weibchen. Sie sind in den Abend- und Morgenstunden meist aktiv, wӓhrend sie sich tagsüber und nachts vor allem ausruhen.

ERNӒHRUNG
Die Hauptbeute sind wilde Tiere wie Rehe oder Hasen, aber er wird nicht vor dem Jungtier der Hirsche zurückschrecken. Die Beute isst er lӓngere Zeit, wobei er sie oft versteckt und er kehrt mehrere Tage nacheinander zurück, bis er sie bis zum Ende aufisst.

VERMEHRUNG
Mӓnnchen und Weibchen wohnen zusammen auf gleichen Plӓtzen nur in der Vermehrungszeit, von der Mitte Februar bis zum Ende Mӓrz. Weibchen werfen 1-4 junge Kӓtzchen nach 73 Tagen, um die sie sich alleine kümmern.

KOMMUNIKATION
Da die Luchse vor allem Einzelgӓnger sind und Tiere mit ihrem eigenen Revier sind, benutzen sie als Kommunikationsart wӓhrend der Verteidigung seines Reviers die Ausscheidungen ihrer Duftdrüsen, den Urin und Kratzen und selten kommen sie in die direkte Auseinandersetzung mit dem „Eindringling“.

LERNEN SIE DEN BӒREN KENNEN

PERSONALAUSWEIS:
Der braune Bӓr (Ursus arctos)
REIHE: Biester (Carnivora)
FAMILIE: Bӓren (Ursidae)
LӒNGE der erwachsenen Exemplaren: oko 2 m
GRÖßE: 1 m
KÖRPERGEWICHT: 100 – 300 kg

AUSSEHEN
Der krӓftige Körper des Bӓren ist mit dem langen braunen Fell bedeckt, das oft schokoladenbraun ist. Am Ende des Körpers, der auf vier starke Füße angelehnt ist, befindet sich ein kleiner Schwanz der Lӓnge von nur 8 cm. Die Körperlӓnge ist nur 2 m und die Lӓnge in den Schultern 1 m. Das Körpergewicht des erwachsenen Weibchens ist 100 kg, wӓhrend die Mӓnnchen mehr als 300 kg wiegen können. Auf den Vorder- und Hintertatzen haben sie fünf Zehen mit den starken Krahlen. Im Unterschied zu den Katzen haben sie nicht einziehbare Krahlen. Beim Gehen berühren sie den Boden mit ganzen Sohlen – wie wir Menschen. So hinterlassen sie Stapfen, die ӓhnlich für keine andere Art in unseren Lebensrӓumen ist.

LEBENSRAUM
Die Lebensrӓume der Bӓren sind groß. Das sind Wӓlder und offenes unbegrenztes Gelӓnde, das reich an verschiedenen Pflanzenbedeckungen ist, wo er seine Nahrung, Zufluchtsort und Platz zum Rudel findet.

LEBENSWEISE
Die meiste Zeit verbringt er allein und bewegt sich im Lebensraum der Größe von einigen Zehntel bis ein Paar Hundertstel Quadratkilometer, was von der Saison und vom Nahrungsangebot abhӓngt.

ERNӒHRUNG
Die Bӓren befriedigen 95 Prozent der Ernӓhrungsbedürfnisse mit der pflanzlichen (Himbeeren, Eicheln, kleine Buchen, Pilze) und manchmal essen sie eine Fleischmahlzeit auf. Manchmal wollen sie es mit den Larven von Wespen und Bienen schmecken lassen. Die schwach verdaute Pflanzennahrung und Kerne vermitteln sie mit der Darmausscheidung auf große Entfernungen.

VERMEHRUNG
Sie paaren sich vom Ende Mai bis zur Mitte Juli. Wӓhrend der Paarungssaison paaren sich sowohl Mӓnnchen als auch Weibchen mehrmals mit verschiedenen Exemplaren. Nach der 7 Monaten langen Schwangerschaft werden im Januar oder Februar 1-4 Jungtiere geboren, die ungefӓhr 350 g wiegen und die blind und haarlos sind.

KOMMUNIKATION
Die Bӓren kommunizieren miteinander durch Kratzen an die Baumschale und mit verschiedenen Duftzeichnen, womit sie ihr Revier kennzeichnen.

RATSCHLӒGE FÜR DEN AUFENTHALT IM NATURLEBENSRAUM DER GROßEN RAUBTIERE
1. Wӓhrend Sie spazieren, werfen Sie keinen Abfall in die Umwelt!
2. Wenn Sie zur Natur Ihren Hund mitbringen, seien Sie verantwortlich und lassen Sie ihn nicht außer der Aufsicht.
3. Nӓhern Sie sich nicht an die Wildtiere, indem Sie sie füttern, berühren oder Fotos mit ihnen machen wollen.
4. Wenn Sie einem Jungtier ohne sein Muttertier begegnen, versuchen Sie es nicht, ihm zu helfen. Besser bleiben Sie weit. Wahrscheinlich ist das Muttertier in der Nӓhe und falls das nicht so ist, hat das Jungtier bessere Chancen, in der Wildnis allein zu überleben. Je mehr es in der Nӓhe der Menschen ist, desto größer sind die Chancen, dass seine Mutter es spӓter ablehnt.
5. Verschiedene Vogel-, Schlangen-, Schildkröten-, Igelarten und andere Tiere gehören zur Natur. Nehmen Sie sie nicht als Haustiere mit nach Hause!

KURIOSITӒTEN
◗ Im Fundort aus dem Pleistozӓn Medvjeđa špilja (Deut.Bӓrenhöhle) auf der Insel Lošinj werden die Fossilenüberreste des braunen Bӓren zusammen mit den Überresten des Höhlenbӓren gefunden.
◗ Zwei Gestirne: Der große Bӓr und der kleine Bӓr, die nach den Bӓren benannt wurden.
◗ Bei Kelten stellt der Bӓr die Göttin Artio dar. Nach ihr wurde auch der britische König Arthur benannt. Über ihn besteht die Legende über den König Arthur und die Ritter der Tafelrunde.
◗ Den Luchs betrachtet man als Symbol von Mazedonien. Er befindet sich sogar auf ihrer Münze von 5 denar aus dem Jahr 1993.
◗ Der Astronome Hevelius hatte im 17. Jh. ein Gestirn als das Gestirn des Luchses genannt.
◗ In Europa symbolisiert der Luchs das außerordentliche Seevermögen.
◗ Nach der römischen Mythologie wurden Romulus und Remus, die Gründer der ewigen Stadt, von der Wölfin aufgezogen.
◗ Der Wolf ist das erste Tier, das von den Menschen vor etwa 100 000 Jahren gezӓhmt wurde und so sind auch Hunde entstanden.
◗ Im Mittelalter hatte man an Vampire geglaubt, und der germanische König Sigismund hatte im 15. Jh. den Landtag herbeigerufen und kundgegeben, dass Vampire wirklich existieren.
◗ In Rom glaubt man noch heute, dass der Wolf, den man an der Tür zeichnet, Glücksbringsel für ein junges Ehepaar ist.
◗ Der Wolf ist im Stadtwappen der Stadt Gospić.
◗ In der Mythologie Skandinaviens schuf der Gott Odin zuerst zwei Wölfe, damit sie ihm bei der Jagd helfen und damit sie diese Fӓhigkeit auch den anderen Menschen beibringen.
◗ Der Wolf „Vučko“ war Maskotte der Olympischen Spiele im Winter 1984 in Sarajevo.
◗ Zahlreiche Namen europӓischer und kroatischer Stӓdte und anderer geographischen Begriffe sind auf die Bezeichnungen für einzelne große Raubtiere zurückzuführen, z. B. Berlin, Bern, Vukovar, Risnjak, Medvednica.